„fluechtlingshilfe-kehl.de“, 1. März 2015

Das Projekt des 7. GOSPElLtime ist die Flüchtlingshilfe in Kehl.

In Kehl sind derzeit ungefähr 90 Flüchtlinge, die Hälfte davon kommt aus Syrien und dem Irak, die andere Hälfte aus den Balkanstaaten. Alle Flüchtlinge kommen zunächst in ein Auffanglager in Karlsruhe, wo sie registriert und auf die Kommunen verteilt werden. Vor Ort ist es wichtig, dass sie betreut werden, damit sie so schnell wie möglich Anschluss an ihr neues Umfeld bekommen. »Viele der Menschen haben Schreckliches erlebt und sind traumatisiert«, verdeutlichte Erich Jais im GOSPELtime.

In Kehl können, dank der großen Zahl von Helfern, fast alle Bereiche abgedeckt werden (Unterstützung bei der Sprachförderung und Alphabetisierung, bei der Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen, durch Familien- und Jugendpaten sowie Hilfe und Beratung in verschiedenen Lebenssituationen.) Auch die Helfer werden regelmäßig betreut und geschult.

Die Kollekte des 7. GOSPELtime soll speziell für die Flüchtlingskinder und ihre Bedürfnisse eingesetzt werden.


Flüchtlingshilfe in Kehl (1. März 2015)

„Stimmungsvoll und engagiert präsentierte sich der Gospeltime-Gottesdienst am Sonntag in der Johanneskirche. Die Gospelkids aus Straßburg begeisterten mit ihrer Freude an der Musik und Erich Jais stellte die Flüchtlingshilfe in Kehl vor.

Kehl. »Ich brauche dich um zu überleben« war das Thema der ersten Gospeltime 2015. Dazu passend war die Lesung aus dem 1. Korinther 12: Ein Leib hat viele Glieder und gerade die schwächer erscheinenden sind die unentbehrlichen. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von den Gospelkids aus Straßburg, ein musikalisches Projekt mit vielen Kindern und Jugendlichen unter Leitung von Alfonso Nsangu.

Wie in jeder Gospeltime wurde auch am Sonntag ein soziales Projekt vorgestellt: die Flüchtlingsarbeit in Kehl. Clemens Bruder aus dem Vorbereitungsteam hatte einige Fragen gesammelt, die er Erich Jais als Vertreter der Flüchtlingshilfe Kehl stellte. »In Kehl sind derzeit ungefähr 90 Flüchtlinge, die Hälfte davon kommt aus Syrien und dem Irak, die andere Hälfte aus den Balkanstaaten«, erklärte Erich Jais.

Alle Flüchtlinge kommen zunächst in ein Auffanglager in Karlsruhe, wo sie registriert und auf die Kommunen verteilt werden. Vor Ort ist es wichtig, dass sie betreut werden, damit sie so schnell wie möglich Anschluss an ihr neues Umfeld bekommen. »Viele der Menschen haben Schreckliches erlebt und sind traumatisiert«, verdeutlichte Erich Jais.

»In Kehl ist die Situation großartig«, freut er sich, »wir haben so viele Helfer, dass wir viele Bereiche abdecken können.« Hilfe gibt es unter anderem bei der Sprachförderung und Alphabetisierung, bei der Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen, durch Familien- und Jugendpaten sowie Hilfe und Beratung in verschiedenen Lebenssituationen. Auch die Helfer werden regelmäßig betreut und geschult.

Schwierig gestalte sich die Wohnraumsituation für die Flüchtlinge. Hier appellierte Jais an die Gemeinde, ungenutzte Wohnungen zur Verfügung zu stellen. »Die Miete ist sicher«, garantierte er.

In der Predigt verdeutlichte auch Pfarrer Thomas Braunstein, wie wichtig Helfer für jeden Einzelnen sind. »Wir brauchen einander, wir sind Gottes Geschöpfe, ein Leib mit vielen Gliedern«. Die Kollekte des Abends wurde zur Einschulungsunterstützung der Flüchtlingskinder erbeten. Die Organisatoren waren freudig überrascht über die Spendenbereitschaft der Gottesdienstbesucher. »Es kamen über 500 Euro zusammen. Ich bin perplex über die großzügige Unterstützung«, freute sich Erich Jais.“

Autor: Sabine Schafbauer