„Snoezelraum im Oberlinhaus“, 15. Oktober 2017

Wie in jedem GOSPELtime-Gottesdienst wird auch im Rahmen des 15. GOSPELtime ein soziales Projekt vorgestellt.
Wir unterstützen das Projekt „Snoezelraum im Oberlinhaus“.
Snoezelen ist ein erfundener Begriff und zusammengestellt aus den zwei niederländischen Wörtern snuffeln (schnüffeln, schnuppern) und doezelen (dösen, schlummern ). Das Snoezelen kommt aus der Heilpädagogik und war zunächst vorgesehen für Menschen mit sensorischen Störungen und/oder Behinderungen.
In den letzten Jahren wird diese sinnliche Erfahrung aber auch immer mehr in Kindertagesstätten oder in der Jugendhilfe eingeführt.
Der Grundgedanke ist, Menschen eine Erholungsmöglichkeit zu bieten. Dazu werden bewusst ausgewählte Reize in angenehmer Atmosphäre angeboten. Wir möchten die Sinne der Kinder mit Hilfe von Lichteffekten, Musik, Geruch und Gefühl
ansprechen und damit die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung schulen.
Dazu verwenden wir unter anderem die verschiedensten Lichtquellen, Duftkerzen, Entspannungsmusik, Tücher, Massagematerialien und auch Bücher.

(Zitat aus der Beschreibung des Oberlinhauses)

Mit allen Sinnen ICH (15.10.2017)
Bereits beim Betreten der Kirche wurde das Thema „Mit allen Sinnen – ICH“ an die Besucherinnen weitergegeben.
Jeder erhielt eine kleine Tüte mit einem Teelicht, einem Teebeutel und einem kurzen Text zum erinnern an ein tolles, SINN haftes Erlebnis.

Im Kirchenraum wurde die Bühne als Wohnzimmer gestaltet, mit warmen Farben und Kerzenlicht. Dieser chillige Ansatz wurde bereits ab dem ersten Lied von Reinhold Weber musikalisch weiter gewoben.  Begleitet von seinem Gitarristen Alex präsentierte er Auszüge aus seinem Programm und moderierte die Lieder an. Außerdem sang er die Leadstimme der Gemeindelieder, welche von der GOSPELtime Band musikalisch begleitet wurden.
Stephan Müller zeigte in seiner Kurzpredigt auf, was es in der Bibel an SINNhaftem zu entdecken gibt. Über die Sinne finden wir auch den Sinn unseres Lebens. Was ist sinnvoll? Was ist sinnlos? Nehme ich das Umfeld mit allen Sinnen wahr oder bin ich von allen Sinnen? , waren Fragen, welche in der Predigt gestellt wurden.
Nur wer aufmerksam zuhört, kann den anderen verstehen. Um uns selbst und um Gott in uns wahrzunehmen, müssen wir immer wieder still werden auch damit wir nicht von vielen anderen Klängen um uns herum erdrückt werden. 
Das bewusste Wahrnehmen meiner Sinne für zur Dankbarkeit und zu manch einem SinnesWandel, so Müller.
Stephan Müller und Achim Treffinger stellten sich im Interview von Clemens Bruder den Fragen zum Spendenprojekt Snoezelraum im Oberlinhaus .
Ein Snoezelraum ist ein speziell gestalteter Raum mit Lichtspielen, ansprechenden Farben, verschiedenen Duftquellen, und Liegemöglichkeiten.
Snoezelen das sinnliche Nichtstun kommt aus dem Holländischen und setzt sich aus den zwei Wörtern schnüffeln und dösen zusammen. In den letzten Jahren wird diese sinnliche Erfahrung immer öfter in Kindertagesstätten und der Jugendhilfe eingesetzt, so Treffinger.
Diese Möglichkeit der Erfahrung der Sinne soll den Kindern des Oberlinhauses geboten werden, um ihnen eine Erholungsmöglichkeit vom Alltag zu bieten. „Wir dürfen nicht vergessen dass auch schon Kinder mit dem Stress des Alltags konfrontiert werden.“ , so Treffinger, der sich mit Müller gemeinsam für die Möglichkeit der Werbung für das Projekt und das Oberlinhaus sowie die Spende bedankte, bevor Reinhold Weber die Zuhörerinnen mit seiner soulig samten Stimme ein Weiteres mal auf eine musikalische Reise entführte.
Mit dem Abschluss Ritual, dem gesungenen Segen (may the lord send angels), wurde auch dieser SINN volle besondere Gottesdienst beendet.

Clemens Bruder